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Heidi Happy 2008
Die fantasievollste Schweizer Songwriterin ist
zurück, und zwar mit Streichern, Pauken und
Posaunen. „Flowers, Birds And Home“, das
zweite Album
mehr…Heidi Happy 2008
Die fantasievollste Schweizer Songwriterin ist
zurück, und zwar mit Streichern, Pauken und
Posaunen. „Flowers, Birds And Home“, das
zweite Album von Heidi Happy, birgt erneut
verspielte Popsongs, die selbstbewusst mit Jazz
und Klassik flirten. Ein wenig offener sind die
Lieder seit ihrem gefeierten Debüt „Back
Together“ (2007) geworden, doch
die kreative Eigenständigkeit klingt immer noch
mühelos eingängig. Und das macht ihr so
schnell niemand nach.
Als 2007 „Back Together“, das Debüt von Heidi
Happy, erschien, jubelten Presse und Publikum auf:
Selten zuvor hat jemand in der Schweiz
handwerkliches Können derart mühelos mit kreativer
Freiheit verbunden. Die gleichnamige Single fand im
Radio Anklang, und die Luzernerin löste bei ihren
landesweiten Auftritten Begeisterung aus mit ihrem
selbstbewusst trockenen Humor, der ihre luftig
verspielte Musik sympathisch kontrastierte. Wer nach
einem so fantasievollen wie erfolgreichen Erstling
erwartet hatte, Heidi Happys nächstes Album werde
unter dem Druck der Erwartungen in Richtung
Formatradio gehen, dem sei gesagt: Das Gegenteil ist
der Fall.
„Flowers, Birds and Home“ teilt mit seinem Vorgänger
die Liebe zum ungewöhnlich instrumentierten und
kunstvoll arrangierten Popsong. Erneut ertönen
Streicher, Kesselpauken, Vibraphon – Instrumente,
die in Schweizer Pop-Produktionen so nicht
auftauchen. Die Stücke auf dem Nachfolgealbum
haben nun offenere Strukturen und nähern sich dem
klassischen Kunstlied à la Joanna Newsom, und auch
stimmlich hat sich die 28-jährige weiterentwickelt. Die
neue Single-Auskopplung „I Think I’m in Love“ setzt
zwar ein mit ihrem Markenzeichen, dem
dreistimmigen Chor, doch die folgende Gesangslinie
singt Heidi Happy mit einer bisher ungehörten
Hingabe. Die Texte sind persönlich geblieben, doch
Zemp hat die ideale Distanz zu ihnen gefunden, um
ihre ganze gesangliche Klasse ausspielen zu können
und jede Menge Soul in ihre volle Stimme zu legen.
Ihr Ausdrucksspektrum bewegt sich immer noch
zwischen dem kühlen Urban Soul von Erikah Badu und
dem warmen Folk-Pop Marke Norah Jones. Den
Vergleich muss diese Ausnahmesängerin aber nicht
mehr fürchten.
Auf der Bühne ist Heidi Happy weiterhin in
verschiedenen Besetzungen zu sehen. Wer sie mit der
siebenköpfigen Band sehen kann, sollte sich diese
Gelegenheit nicht entgehen lassen: die Liste ihrer
Musiker liest sich wie das who is who der Luzerner
Musikszene, und die macht landesweit auf sich
aufmerksam. Live werden sie die Backingvocals
übernehmen: Hühnerhaut ist garantiert. Aber wer sie
nur mit Gitarre und Loop-Gerät auftreten gesehen
hat, der weiss, dass Heidi Happy auch im intimsten
Rahmen überzeugt, und sei es, wie an einem
Sommerabend unter einem Baum in einem Zürcher
Park, mit einer herzerwärmenden Version des
Schweizer Volksliedes „Schuehmächerli,
Schuehmächerli, was choschtet mini Schueh?“, mit
der sie Dutzende Augen zum Leuchten brachte.
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cd gerne! happy klingt gut..